Quelle: BASF
Erschienen in: P&A März 2012, S. 8
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Umwelt- und Gesundheitsziele verschärft

Die BASF hat sich schärfere Umweltziele gesetzt. Von bisher 25 auf 35 Prozent will der Konzern bis 2020 seine Energieeffizienz – definiert als Menge der hergestellten Verkaufsprodukte bezogen auf den Primärenergiebedarf – weltweit steigern. Außerdem soll der Treibhausgasausstoß pro Tonne Verkaufsprodukt um 40 Prozent verringert werden (bisher -25 Prozent). Im Bereich Gesundheit misst die BASF ihre Leistung künftig mit einem neuen, erweiterten Indikator, dem „Health Performance Index“. Hintergrund für die Aufstockung ist, dass das Unternehmen bereits 2011 die Energieeffizienz seiner Produktionsprozesse im Vergleich zum Basisjahr 2002 um 26 Prozent steigern konnte – insbesondere durch die Nutzung von Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung und durch zahlreiche Einzelprojekte. Damit hat die BASF das bisherige Ziel, die Energieeffizienz um 25 % zu verbessern, bereits jetzt erreicht. „Als Unternehmen einer energieintensiven Branche hängt unser Erfolg auch von einer langfristig gesicherten wettbewerbsfähigen Versorgung mit Energie und Rohstoffen ab. Daher arbeiten wir kontinuierlich an der Steigerung unserer weltweiten Energieeffizienz“, sagt Margret Suckale, Mitglied des Vorstands der BASF. Um die neugesteckten Effizienzziele zu erreichen, wird das Unternehmen Optimierungsmaßnahmen in den Betrieben fortsetzen und in Neuanlagen investieren. „Wir wollen auch die Emission von Treibhausgasen in unserer eigenen Produktion und entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter reduzieren“, so Dr. Ulrich von Deessen, Leiter des Kompetenzzentrums Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Die BASF hat 2011 die Treibhausgasemissionen pro Tonne Verkaufsprodukt im Vergleich zu 2002 um rund 35 % reduziert und damit das bisherige Ziel – wie auch schon 2010 – erreicht. Bis 2020 will das Unternehmen nun die Emissionen pro Tonne Verkaufsprodukt im Vergleich zu 2002 um 40 % senken. Die absoluten Treibhausgasemissionen im Chemiegeschäft konnte das Unternehmen seit 1990 aufgrund zahlreicher Verbesserungen in der Produktion um 42 % verringern. Zudem wurden Emissionen in die Luft und in das Wasser im Vergleich zu 2002 deutlich gesenkt. So wurden 2011 rund 61 Prozent weniger luftfremde Stoffe ausgestoßen (ohne Gas- und Erdölförderung). Die Emissionen organischer Stoffe in das Wasser sanken um 74 %, von Stickstoff um 87 % und von Schwermetallen um rund 61 %. Im Öl-und Gas-Geschäft wird die BASF-Gruppengesellschaft Wintershall bis Ende 2012 an allen Produktionsstätten, an denen Erdöl gefördert wird, das kontinuierliche Abfackeln von Erdölbegleitgas im Routinebetrieb einstellen. Wintershall hat sich nun neu zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz im Erdgastransport zu steigern: Die CO2-Emissionen sollen, bezogen auf die transportierte Erdgasmenge und auf die Transportentfernung, bis 2020 um 10 % gegenüber 2010 gesenkt werden. Die BASF-Tochter setzt dabei auf eine energieeffizientere Auslegung von Erdgasleitungen und intensivere Abwärmenutzung im Transportnetz. Weitere neue Umweltziele hat sich die BASF auch für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser gesetzt. Das Unternehmen will die Entnahme von Trinkwasser für die Produktion im Vergleich zum Basisjahr 2010 bis 2020 halbieren und nachhaltige Wassermanagementsysteme an allen Produktionsstandorten mit Wasserknappheit einführen. In den vergangenen Jahren hat die BASF maßgeblich an der Entwicklung des European Water Stewardship Standards mitgearbeitet, einem europaweiten freiwilligen Industriestandard zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Gesundheitsschutz misst die BASF künftig weltweit mit dem neuen „Health Performance Index“. Er enthält fünf Kriterien: Berufskrankheiten, medizinische Notfallplanung, Erste Hilfe, arbeitsmedizinische Vorsorge sowie Gesundheitsförderung. „Bei der BASF geben wir Sicherheit immer Vorrang – das gilt für Arbeits-, Anlagen-, Transport- und Produktsicherheit“, betont von Deessen. Zur Verbesserung von Arbeits- und Transportsicherheit will das Unternehmen die Unfallzahlen bis 2020 deutlich senken: Arbeitsunfälle um 80 % (Basisjahr: 2002), Transportunfälle um 70 % (Basisjahr: 2003).

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