Erschienen in: P&A März 2012, S. 8
Auftakt  |  

Mehr Effizienz bei Merck

Merck konkretisiert die Maßnahmen seines angekündigten Transformationsprogramms. In der ersten Phase steht – neben dem Aufbau einer neuen Führungsorganisation und die Entwicklung langfristiger Wachstumsstrategie - die Effizienzsteigerung im Mittelpunkt. Das Effizienzsteigerungsprogramm soll über alle Geschäftsbereiche und Regionen erstrecken wird. „In seiner langen Geschichte hat sich Merck zu einem erfolgreichen Unternehmen von Weltrang entwickelt, das in vielen seiner wichtigsten Geschäftsbereiche starke Positionen einnimmt“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung. „Dennoch müssen wir uns in den nächsten beiden Jahren den bedeutenden Marktveränderungen, dem zunehmenden Wettbewerb in wichtigen Produktbereichen und den bestehenden Effizienzmängeln in unserer Organisation stellen, um den langfristigen Erfolg unseres Geschäftsmodells sicherzustellen. Deshalb werden wir unser geplantes Effizienzsteigerungsprogramm vorantreiben, um unsere Kostenbasis nachhaltig zu senken und um Ressourcen für Investitionen in künftigen Wachstumsfeldern freizusetzen.“ Kley fügte hinzu: „Im Rahmen unserer vorläufigen Analyse ist uns klar geworden, dass das übergeordnete Ziel unseres Transformationsprogramms und die zur Umsetzung geplanten Maßnahmen voraussichtlich zu einem Personalabbau in allen Geschäftsbereichen und Regionen führen werden. Das bedauern wir sehr.“ Das Unternehmen will nun in Beratungen mit den Arbeitnehmervertretungen eintreten, um soweit möglich, sozialverträgliche Lösungen zu finden. Solange diese Beratungen andauern, sollen keine detaillierten Pläne zu Kostensenkungen oder Personalabbau bekanntgegeben werden. „Natürlich haben wir eine Vorstellung davon, was erreicht werden muss, aber wir werden uns mit den Arbeitnehmervertretern in den einzelnen Ländern beraten und alle pragmatischen Vorschläge prüfen“, sagte Kley. Zu Beginn des Jahres 2012 hat Merck mit der Implementierung einer neuen Führungsorganisation begonnen, mit der das Verhältnis von Geschäftsbereichen, Konzernfunktionen und Landesorganisationen definiert wird. Das Ziel der neuen Führungsorganisation ist es, die Organisationsstruktur zu straffen, damit diese schlanker und leichter zu steuern ist und so Entscheidungsprozesse beschleunigt werden können. Diese Neuausrichtung wird auch weiterhin parallel durchgeführt und dient dabei zugleich der Unterstützung des Effizienzsteigerungsprogramms sowie der Entwicklung der langfristigen Wachstumsstrategie der Merck-Gruppe. In der zweiten Phase des Transformationsprogramms wird Merck auf Basis breiter branchenspezifischer und makroökonomischer Trends Bereiche für künftiges Wachstum erschließen. Erste Maßnahmen zur Identifizierung dieser Wachstumschancen wurden bereits eingeleitet, und Merck wird die Entwicklung seiner langfristigen Wachstumsstrategie in den nächsten beiden Jahren weiter vorantreiben. Merck ist davon überzeugt, dass künftige strategische Initiativen nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn die neue Führungsorganisation umgesetzt und das Effizienzsteigerungsprogramm abgeschlossen ist.

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