Ein Projekt von Bayer zur Nutzung des Klimagases Kohlendioxid als Kunststoff-Baustein zählt zu Deutschlands vielversprechendsten Zukunftsideen. Die Forschungsinitiative Dream Production ist einer der Preisträger in dem diesjährigen Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. „Ausgewählter Ort 2012“ ist eine Pilotanlage in Leverkusen, in der CO2 zur Herstellung hochwertiger Schaumstoffe dient und so den bisherigen Rohstoff Erdöl teilweise ersetzt. In dem Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten werden jährlich 365 Projekte und Ideen prämiert, die einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. Für die Auszeichnung, die in sechs Kategorien vergeben wird, gab es dieses Mal mehr als 2.000 Bewerbungen. „Dream Production“ setzte sich in der Kategorie Wissenschaft durch. Der Teilkonzern Bayer MaterialScience hat die Federführung inne. An dem im Sommer 2010 gestarteten Projekt sind neben Bayer der Energiekonzern RWE, die RWTH Aachen University und das an der Hochschule ansässige CAT Catalytic Center beteiligt. Forscher von Bayer und CAT haben gemeinsam einen Katalysator entwickelt, der das neue Verfahren erst möglich macht. In der Pilotanlage im Chempark Leverkusen wird seit Februar 2011 mit Hilfe von CO 2 aus einem Braunkohlekraftwerk von RWE in Niederaußem bei Köln eine Chemikalie produziert, die zur Herstellung des hochwertigen Kunststoffs Polyurethan dient. 2015 soll das CO 2 -basierte Vorprodukt in die industrielle Fertigung gehen. Polyurethan wird in vielen Bereichen des Alltags benötigt - unter anderem für Matratzen, Möbel, Auto-Komponenten und zur Isolierung von Gebäuden und Kühlschränken.
• more@click-Code: PA112037
