Erschienen in: P&A Juni 2008, S. 69
P&K  |  

Konkurrenz für schwere Chemiepumpen

Kompakte Kunststoff-Kreiselpumpe mit Norm-Motor knüpft an die Leistung von großen Chemiepumpen an

Eine leistungsstarke Kreiselpumpe mit Norm-Motor aus PP, PE-HD oder PVDF bewältigt Förderströme bis zu 38 m3/h und Förderhöhen bis zu 29 Metern. Damit schließt sie die Lücke zwischen den kleinen und den schweren Chemiepumpen.

Die neue Kunststoff-Kreiselpumpe Typ SHB mit Norm-Motor von ASV-Stübbe feierte gerade erst auf der Ifat in München Premiere. Das Aggregat ist speziell für die Anforderungen in der Umwelt- und Oberflächentechnik konstruiert worden. Aber auch in leichten Chemieanwendungen kommt die Pumpe zum Einsatz. Die maximale Medienviskosität beträgt 160 mPas (160 cP).

Die SHB realisiert Förderströme von bis zu 38 m3/h und Förderhöhen von bis zu 29 Metern. Die maximale Betriebstemperatur liegt bei 110°C. Norm-Motoren ersetzen die bislang notwendigen Sondermotoren für diese Pumpenbauart. Die Motoren (IEC-Norm mit 1.450 oder 2.900min-1) werden mittels Kupplungs- oder Steckwellensystem direkt mit der Pumpenwelle verbunden. Das Motorgehäuse (IP55) ist mit einer 2K-Lackierung gegen Korrosion durch aggressive Umlüfte geschützt. Durch die hier zum Einsatz kommenden Norm-Motoren gehören verlängerte oder aufgeschrumpfte Motorenwellen und damit Sonder-Motoren der Vergangenheit an. Der Anwender kann im Bedarfsfall einen marktüblichen Norm-Motor erwerben und diesen unproblematisch mit der Hydraulikeinheit verbinden. Das gilt sowohl im Ersatzteilfall als auch bei Neubestellungen. Die neue Kreiselpumpe ist in drei Baugrößen von 25-125 bis 40-125 mit unterschiedlichen Antriebsleistungen lieferbar.

Norm-Motor problemlos integrieren

Durch die Umsetzung einer kunststoffgerechten Konstruktion konnten die Konstrukteure auf die robuste Metallpanzerung des Spiralgehäuses verzichten. Das reduzierte die Kosten und verbessert die Korrosionsbeständigkeit. Die SHB ist eine einstufige, einströmige Spiralgehäusepumpe in horizontaler Bauart mit axialem Saugstutzen. Das Aggregat zeichnet sich durch seine kompakte Bauart aus. In Kombination mit einem installierten ASV-Vorlagebehälter kann die normalsaugende Pumpe schnell und einfach zu einer selbstansaugenden Fördereinheit umgerüstet werden.

Die Hydraulik und damit die medienberührten Bauteile der Aggregate bestehen aus massiven, korrosions- und verschleißfesten Kunststoffen, wie Polypropylen (PP), Polyethylen (PE-HD) oder Polyvinylidenfluorid (PVDF). Die Pumpen halten, trotz ihrer einfachen und leichten Bauart, chemisch aggressiven Medien beim Fördern stand. Die Pumpe arbeitet mit einem geschlossenen oder halboffenen Radiallaufrad mit drehrichtungsunabhängiger Laufradbefestigung und flüssigkeitsgedichteter Kapselung. Für die mechanische Dauerfestigkeit sorgen die eingebettete Metallnabe sowie die Nut-Passfeder-Verbindung zwischen Laufrad und Welle. Der Axialschubausgleich findet durch Entlastungsbohrungen statt. Mit der SHB ist eine Kunststoffpumpe auf dem Markt, die von ihren technischen Spezifikationen nahe an die Standards der großen Chemiepumpen kommt. Sie kann wahlweise sowohl mit einfachwirkender als auch mit doppeltwirkender Gleitringdichtung, sowohl mit Sperrkammer als auch mit Quench ausgestattet werden. Die SHB kann mit weiterem Zubehör wie Pumpenwächter, Sperrdrucküberwachung und Abfüllsicherung aufgerüstet werden. Speziell für ältere Anlagen, die technisch nachgerüstet oder preiswert aufgerüstet werden sollen, ist die SHB die optimale Lösung. Ab Herbst wird die neue Pumpe leistungsmäßig noch einmal aufgewertet. Dann ist sie mit einer Antriebsleistung von bis zu 7,5kW zu haben.

• more@click-Code: PA068251

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