Rund 40 Tonnen gefälschte Wälzlager im Nominalwert von etwa acht Millionen Euro haben SKF und die Schaeffler-Gruppe auf dem Gelände des FAG-Werks in Schweinfurt zerstört. Mit dieser gemeinsamen Aktion wollen die Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass Marken- und Produktpiraterie kein Phänomen ist, das sich auf China oder Südosteuropa beschränkt. Denn die gefälschten Produkte mit den Markenaufdrucken INA, FAG und SKF wurden bei einem fränkischen Wälzlagerhändler aufgebracht. Dem Fund der gefälschten Wälzlager in Franken vorausgegangen waren umfangreiche und mehrmonatige Ermittlungen. Auslöser war ein Hinweis, dem die beiden Unternehmen gemeinsam nachgegangen sind. Als ausreichende Verdachtsmomente vorlagen, schalteten sie die Staatsanwaltschaft ein, schließlich durchsuchte die Kriminalpolizei die Lagerräume des Händlers. Die Fälschung von Industrieprodukten schädigt die deutsche Wirtschaft erheblich und vernichtet Arbeitsplätze. Der VDMA schätzt den wirtschaftlichen Schaden für die Investitionsgüterindustrie aufgrund von Produktfälschungen auf 4,5 Milliarden Euro pro Jahr. Der Aktionskreis deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. geht von einem Verlust von 70.000 Arbeitsplätzen aus.
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