Erschienen in: A&D Dezember 2011, S. 62
Rücklicht  |   Anwendung mal anders

Faltenhaut

Keine Frage: Der Shar-Pei, auch chinesischer Faltenhund genannt, ist ein besonderer Hund. Die einen finden ihn besonders hässlich, die anderen besonders süß. Mit der ganzen überschüssigen Haut, seinen Knopfaugen und großen Pfoten wirkt er einfach trottelig und tapsig. Die Rasse ist in China sehr geschätzt. Nein, nicht ihres Fleisches, sondern ihrer Gutmütigkeit und ihres freundlichen Wesens wegen. Doch oh weh – das typisch faltige Erscheinungsbild ist nur nach der Geburt und im Welpenalter stark ausgeprägt, die Haut wird mit dem Erwachsenwerden immer straffer. Um sein knuddelig, knuffiges Äußeres besorgt, wünscht sich so mancher Shar-Pei dann eine Hauttransplantation. Vielleicht können an dieser Stelle bald die Fraunhofer-Institute helfen. Vier Einrichtungen haben sich in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zum Ziel gesetzt, die menschliche Haut als künstliches Gewebe vollautomatisiert herzustellen. Denn das größte Organ des Menschen ist mit das wichtigste – schließlich schützt es uns vor Krankheitserregern und anderen negativen Einflüssen aus der Umwelt. Es ist aber auch ein sehr empfindliches und komplexes Organ. Deshalb ist die Herstellung von Gewebemodellen zur Erprobung medizinischer Behandlungsweisen entsprechend aufwändig. Der Faltenhund muss aber keine Angst haben: Sämtliche neuen Verfahren werden natürlich ohne Tierversuche getestet.☐

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