Erschienen in: A&D Dezember 2010, S. 50
Rücklicht  |  

Konkurrenz für den König der Lüfte

Abheben und durch die Lüfte gleiten – für den König der Lüfte das Normalste der Welt. Damit ein modernes Hochleistungs-Segelflugzeug es dem Vogel gleich tun kann, musste die akademische Fliegergruppe der Universität Stuttgart sechs Jahre Handarbeit in den Bau eines Gleiters mit dem Namen fs 33 investieren. Heute bleibt er zwar in der Luft, doch zeigt sich nach entsprechenden Testflügen deutliches Optimierungspotenzial. Die nach oben gewinkelten Flügelspitzen – so genannte Winglets – sollen eigentlich den Widerstand der Flügel minimieren. An den Flügelenden des fs 33 treten allerdings ungünstige Luftwirbel auf und verhindern das lange und unbeschwerte Dahingleiten. Diese Wirbel müssen durch eine Konstruktionsänderung vermieden werden – doch dazu muss man sie erstmal erfassen. Wie Studenten nun mal sind, hatten die Stuttgarter Jungingenieure eine gute Idee: Rund 50 rote Fäden an der Flügelspitze richten sich nun während des Flugs an der Strömung aus und zeigen die bösen Wirbel im Detail. Die exakte Dokumentation übernimmt dabei eine kompakte Industriekamera vom Typ UI-1240SE aus dem Hause IDS. Ein 40 cm langer Metallarm hält sie fest am linken Flügel – 90 Grad gedreht, um das schmale Bildfeld entlang des Flügels besser auszunutzen. Ein 8 m langes USB-Kabel verbindet die Kamera entlang der Tragfläche und durch ein kleines Fenster mit einem Notebook im Cockpit des Doppelsitzers. Sind die Winglets mit dieser IBV-Lösung erstmal konstruiert, bekommt der König der Lüfte beim majestätischen Gleitflug wahrlich Konkurrenz.☐

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