Erschienen in: A&D November 2010, S. 22
Auftakt  |  

60 Sekunden mit...

Christian Benz, Geschäftsführer Beijer Electronics, über das Verschwinden der Marke Lauer *  Fragen: Mathis Bayerdörfer, A&D Foto: Beijer Electronics

A&D: Aus Lauer wird Beijer. Was ändert sich für Ihre Kunden, Herr Benz?

Benz: Wir haben lediglich den Namen geändert – die Rechtsform sowie sämtliche Ansprechpartner im Haus bleiben unverändert. Unsere Kunden müssen sich also nicht umgewöhnen. Aber sie erhalten ab sofort ein weltweites Service- und Vertriebsnetz – mit vielen Niederlassungen und Distributoren. Langfristig profitieren sie zudem vom enormen HMI-Know-how, das nun unter einem Dach vereint ist.

Bei der Übernahme von Lauer durch Beijer Electronics blieb die Marke Lauer vorerst im Portfolio. Was sprach damals für diesen Weg?

Die Bekanntheit von Lauer war seinerzeit ein wichtiger Grund für den Fortbestand der Marke. Zwar war Beijer Electronics mit einer eigenen Niederlassung bereits aktiv, jedoch längst nicht so etabliert wie der Name Lauer. Unsere Kunden wussten woran sie sind und waren überzeugt, weiterhin die Qualitätsprodukte zu erhalten, die sie gewohnt waren. Parallel haben wir die Zeit genutzt, um die Marke Beijer Electronics in Verbindung mit innovativer HMI-Technologie bekannter zu machen.

Drei Jahre später bekommt doch die Marke Beijer den Vorzug. Warum gerade jetzt?

Das hat zwei Gründe. Zum einen haben wir in den vergangenen 20 Monaten den Namen Beijer Electronics immer häufiger in Verbindung mit Lauer dargestellt. Sei es auf Messen, in Fachartikeln, in Broschüren oder Kundenmagazinen. Zum anderen erhielten wir in den vergangenen Monaten verstärkte Kundenanfragen, warum und wie lange diese Doppelmarkenstrategie denn gefahren würde. Dies war für uns ein eindeutiges Zeichen, Farbe zu bekennen. Die nahende Fachmesse SPS/IPC/Drives erachten wir als ideale Plattform, um die Neuigkeit einem großen Publikum zu präsentieren.

Wie stellen Sie die Verknüpfung von Lauer und Beijer in den Köpfen Ihrer Kunden sicher?

Dies fällt uns glücklicherweise leicht, weil beide Unternehmen dieselben Firmenfarben und ein ähnliches Corporate Design aufweisen. Wir wechseln also nicht von grün auf blau. Darüber hinaus wollen wir die von Lauer bekannten Qualitätsmerkmale mit einer internationalen Verfügbarkeit kombinieren. Zudem soll auch unser Pre- und Aftersales-Service den Kunden weltweit gute Dienste erweisen.

Wie präsentiert sich die Produktpalette von Beijer in Bezug auf die verschiedenen Märkte und Branchen? Gibt es bestimmte Fokusse? Wo soll die Reise hingehen?

Neben der angestammten Industrieautomation sind wir seit einiger Zeit erfolgreich im Bereich der Schiffsautomation unterwegs. Aufgrund der Erfahrung und den gewonnenen Kunden wird diese Richtung in Zukunft sicherlich ausgebaut. Daneben gibt es Bestrebungen, in weitere vertikale Märkte zu investieren, zum Beispiel Gebäudeautomation, Wasseraufbereitung oder Transportation. Als deutsche Niederlassung profitieren wir dabei stark von Projekten, die durch unsere schwedische Muttergesellschaft realisiert wurden. Selbstverständlich werden wir neben diesen Betätigungsfeldern nicht unseren angestammten Industriemarkt Maschinen- und Anlagenbau vernachlässigen. Im Gegenteil: Mit der neuen Produktreihe iX Panel TxA, die erstmals in Nürnberg vorgestellt wird, bringen wir Bedien-Panels auf den Markt, die in Bezug auf Preis-Leistung neue Standards setzen werden.☐

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Beijer Electronics GmbH
Zettachring 2A
70567 Stuttgart
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T +49-711-327599-0
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