Erschienen in: A&D Februar 2009, S. 65
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Alles in einem

Maßgeschneiderte IPC-Lösungen für die effektive Umsetzung von Automatisierungsaufgaben aller Art

Visualisierung und Steuerung von Maschinen und Anlagen gehören heute zum Standardrepertoire von Industrie-PCs. In letzter Zeit fasst diese Gerätekategorie aber auch in den Domänen Fuß, die bisher Büro-PCs und Speziallösungen vorbehalten waren: Der Industrie-PC übernimmt neben der Visualisierung und der Ablaufsteuerung auch noch weitere Funktionalitäten wie die einer Bewegungssteuerung. * Alexander Schmidt

Die Integration mehrerer Funktionalitäten auf einem Industrie-Rechner bietet klare Vorteile: Weniger Komponenten bedeutet eine geringere Fehlerwahrscheinlichkeit und niedrigere Kosten, ein einfacheres Engineering sowie einen reduzierten Wartungs- und Logistikaufwand. Klar ist aber auch: Je mehr Funktionen in einem Gerät zusammengefasst werden, umso fataler ist eine Fehlfunktion oder gar ein Ausfall der Hardware. Diese bittere Erfahrung haben in den vergangenen Jahren viele Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen machen müssen, die kommerzielle Büro-PCs eingesetzt haben – notgedrungen, da die Performance der von Industrie-PC-Herstellern angebotenen Lösungen nicht ausreichte. Aber auch viele mit dem Label Industrie-PC verkaufte Geräte haben sich in der Anwendung als nicht industrietauglich herausgestellt.

Aus diesem Grund hat Lenze die Schaltschrank-PCs CPC 5100 und CPC 9100 entwickelt. Sie sind von Grund auf für den Dauereinsatz in industriellen Anwendungen ausgelegt und runden das umfangreiche Industrie-PC-Portfolio des Unternehmens nach oben ab.

Performance und Ausstattung

So bewältigen die neuen Industrie-PCs mit ihren mit bis zu 2,13 GHz getakteten Intel-Celeron- und Core2-Duo-Prozessoren und ihren maximal vier Gigabyte Arbeitsspeicher sowie der schnellen 80GByte-SATA-Festplatte selbst rechenintensivste Aufgabenstellungen spielend. Das Schnittstellenangebot ist entsprechend umfangreich gehalten: Zwei Ethernet-, acht USB- und eine serielle Schnittstelle gehören ebenso zur Grundausstattung wie Anschlüsse für Video (DVI), Audio (AC97), Maus oder Tastatur. Beim Boxformat-PC (CPC 5100) sind alle Schnittstellen selbst im eingebauten Zustand gut von vorn zugänglich. Wartungsfreundlich zeigt sich auch der 19-Zoll-Rechner CPC 9100 mit seinem frontseitigen Lüfter und den von vorn zugänglichen Power- und Reset-Tastern, die durch eine verschließbare Laufwerkabdeckung gesichert sind, sowie seinen zwei USB-Schnittstellen.

Ein PCI-Express- und fünf PCI-Steckplätze ermöglichen die flexible Erweiterung der Systeme, beispielweise mit Feldbus-Steckkarten. Frei kombinierbare Optionen wie eine integrierte Raid-Funktionalität, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung oder ein DVD-Laufwerk erlauben es dem Anwender, die Rechner optimal auf die spezifischen Anforderungen industrieller Anwendungen wie Mess- und Regelaufgaben, Bildverarbeitung oder Steuerung zuzuschneiden.

Geprüfte Auswahl

Die ab sofort erhältlichen Industrie-PCs CPC 5100 und CPC 9100 sind eine Lenze-Entwicklung und werden in der hauseigenen Montage gebaut. Bei der Auswahl der Komponenten wird auf Langzeitverfügbarkeit und Zuverlässigkeit im harten Industrieeinsatz besonderer Wert gelegt. Zum Beispiel werden nur industrietaugliche Festplatten und Intel-Prozessoren aus der Embedded-Roadmap eingesetzt und dies durch entwicklungsbegleitende Tests bestätigt.

Alle Geräte werden nach der Montage diversen Prüfungen unterzogen. Diese schließen die Wärmetests im Klimaprüfschrank ebenso ein wie Funktionstests von CPU-Kern, Mainboard, Arbeitsspeicher, Schnittstellen und eingebauten Laufwerken. Der jedem Gerät beigelegte Gerätepass sowie ein individueller Prüfbericht belegen die erreichte hohe Qualität. Der Hersteller bietet neben der umfangreichen Palette unterschiedlichster Industrie-PCs und Displays inklusive Touch-Funktion für jeden Anwendungsfall auch das erforderliche Zubehör an. Neben DVI/USB-Extendern, Feldbus- und I/O- sowie Netzwerkkarten kann der Anwender auch Netzteile oder USVs beziehen. Die Wahl der passenden Hardware-Plattform für eine konkrete Aufgabenstellung ist dabei eine Sache – hier bietet das Portfolio mit seiner Plattformstrategie Flexibilität – doch ohne Software geht naturgemäß nichts. Lenze bietet daher diverse Softwarepakete an, mit deren Hilfe sich der Rechner zu einer Art All-in-one-Lösung ausbauen lässt: Neben einem vorinstallierten XP-Betriebssystem (optional) bietet der Hersteller im Rahmen von PC-based-Automation Laufzeitsysteme für seine Windows-CE-Systeme an: L-force-Logic und L-force-Motion, die ohne gegenseitige Beeinflussung auf einem PC lauffähig sind, erweitern den Rechner um eine SPS- respektive eine Motion-Steuerung. Die Steuerung basiert auf dem Industriestandard CoDeSys und erfüllt die Norm IEC 61131-3. Die Applikation kann mit den sechs Entwicklungssprachen Anweisungsliste (AWL), Kontaktplan (KOP), Funktionsplan (FUP), Strukturierter Text (ST), Ablaufsprache (AS) und Funktionsblockdiagramm (CFC) erstellt werden. Die Soft-Motion unterstützt die Funktionen nach PLCopen Part 1 + 2 und erlaubt den Aufbau einer NC-Steuerung mit 2½ interpolierten Achsen (2,5 D). Zum Lieferumfang gehören NC-Transformationen (Bibliotheken für Gantry, Tripod und Scara) und ein G-Code-Interpreter-Baustein (DIN 66025). Elektronische Kurvenscheiben können mit der Soft-Motion ebenso erstellt werden wie ein elektronisches Nockenschaltwerk. Für die Erstellung moderner Visualisierungslösungen hat Lenze den Visualisierungsbaukasten VisiWinNET im Programm, der das ganze Visualisierungsspektrum von der einfachen Visualisierung auf Basis eines CE-Panels bis hin zum komplexen Scada-System mit Client/Server-Architekturen durchgängig adressiert. Offenheit, Flexibilität und Skalierbarkeit sind durch den konsequenten Einsatz moderner Softwaretechnologien und Industriestandards gewährleistet. Der Anwender profitiert von dem Entwicklungsaufwand, den Microsoft in die Weiterentwicklung seiner Betriebssysteme und Entwicklungsumgebungen investiert. Konkret bedeutet das für ihn: Zugriff auf aktuelle Technologien, Investitionsschutz, Zukunftssicherheit und Kostenvorteile bei der Entwicklung und beim Einsatz moderner Visualisierungsfunktionen, die den „Appetit“ der Käufer und Betreiber von Maschinen und Anlagen anregen.Ein kompetentes Support-Team steht dem Anwender bei Bedarf während der ganzen Projektlaufzeit inklusive der Konzeptionierung der Automatisierungslösung und der Auswahl der passenden Automatisierungskomponenten zur Seite. Diese Dienstleistungen helfen dabei, teure Fehlentscheidungen beziehungsweise Folgekosten zu vermeiden und Projektlaufzeiten zu verkürzen.

Fazit

Die Schaltschrank-Industrie-PCs CPC 5100 und CPC 9100 bieten sich wegen ihrer guten Performance und Ausstattungsmerkmalen für die Realisierung von hochintegrierten Automatisierungslösungen sowie anderen anspruchsvollen Anwendungen – wie Applikationen in der Mess- und Regelungstechnik der Bildverarbeitung oder dem Aufbau leistungsfähiger Industrie-Server – besonders an. Sie erfüllen hohe Ansprüche in Hinblick auf Zuverlässigkeit, Performance und langfristige Verfügbarkeit. Das fein abgestufte Produktportfolio von Lenze bietet neben leistungsfähiger Hardware auch Softwarelösungen für den Aufbau hoch integrierter Automatisierungslösungen an (Visualisierung, Motion- und SPS-Funktionalität). Unterstützt wird der Anwender dabei durch versierte Applikations-Mitarbeiter und abgestimmte Dienstleistungen.

• more@click-Code: AD029451

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